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Die obige Grafik veranschaulicht die Möglichkeiten für die Datenbasis eines oder mehreren darauf erstellten Dashboards. Die Auswahl zwischen Live oder Importiert ist damit auch eine Unterscheidung zwischen der Speicherung von Firmendaten in der Cloud (Import) oder nur dem Durchleiten oder gar nur dem Austauschen von Metadaten (beides Live-Verbindung).

Neben allen technischen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Lösung, gibt es oft unternehmensinterne Regelungen, die Einfluss auf den Speicherort haben und eine Abstimmung erfordern.

Datenimportverbindung

Bei einer Datenimportverbindung werden – wie der Name schon sagt, die Daten aus einem Quellsystem in die SAC importiert. Die Daten liegen anschließend in der SAP Analytics Cloud und haben somit das eigene Firmennetzwerk verlassen.

Die meistgenutzte Importverbindungen sind jene zu SAP BW und SAP S/4HANA. In der Praxis zwar seltener, aber trotzdem häufig genutzt sind SAP HANA, OData und SQL Datenbanken als Import-Quellen.

Die in aller Regel immer wieder erforderliche Datenaktualisierung kann manuell von einem Administrator, durch regelmäßige, automatisierte Aktualisierungen oder via Button in Stories und Dashboards erfolgen.

Neben den oben genannten Quellen können auch Excel- oder CSV-Dateien in die SAC importiert werden. Auch wenn man dies grundsätzlich automatisieren und produktiv nutzen könnte, sind die häufigsten Anwendungsszenarien stattdessen:

  • Umsetzung eines Prototypens zur kurzfristigen Visualisierung von Daten oder der Darstellung der Möglichkeiten der SAC

Der höhere Zeitaufwand einer Integration wird hiermit vermieden.

  • Daten aus Non-SAP Systemen ohne direkte Integrationsmöglichkeit.

Es besteht dann die Möglichkeit, diese manuell zu importieren – im Zweifel automatisiert über eine Verbindung mit OneDrive, SharePoint, Dropbox etc.

  • Benutzung der SAC durch weniger technisch visierte Anwender.

Eine Integration erfordert technisches Wissen. Das Importieren von Daten in die SAC hingegen gelingt mit wenigen Klicks.

Live-Connection

Eine Live-Connection ist eine Verbindung, die Daten in Echtzeit direkt aus dem Quellsystem verwendet. Eine Filterung, mit einer Auswahl vorab definierter Variablen, bietet eine Anpassung der zu übertragenden Daten und reduziert die Ladezeit.

Live-Verbindungen können so konfiguriert werden, dass die Daten das eigene Firmennetzwerk nicht verlassen. Bei diesen sogenannten CORS-Direktverbindungen sind außerhalb des eigenen Netzwerkes nur Meta-Daten, wie die Struktur einer Tabelle mit den Zeilen und Spalten bekannt. Die eigentlichen Bewegungsdaten mit den konkreten Kennzahlen verlassen das eigene Firmennetzwerk nicht.

Stories und Dashboards mit solchen Live-Verbindungen können deshalb nur innerhalb des eigenen Netzwerkes genutzt werden. Ruft man sie aus dem Internet heraus auf, erhält man eine Fehlermeldung, dass die Verbindung zur Datenquelle nicht möglich sei.

Möchte man die Live-Verbindung hingegen aus dem Internet ohne VPN nutzen, muss man eine Tunnel-Live-Verbindung konfigurieren. Ruft nun ein Nutzer eine Story oder ein SAC-Dashboard auf, werden die Bewegungsdaten aus der Datenquelle über die SAC zum Nutzer geleitet. Die Daten werden dabei zwar nicht in der Cloud gespeichert, werden aber über sie geleitet und verlassen somit das eigene Firmennetzwerk.

Übersicht der wichtigsten Verbindungen

Die unten dargestellte Grafik zeigt die wichtigsten Verbindungsmöglichkeiten der SAP Analytics Cloud. Wie man dem Bild entnehmen kann, wird je nach Verbindung noch der Cloud Connector und/oder Cloud Agent benötigt.

Vergleiche aus Auswahl der Verbindungsmöglichkeiten

Bei der Wahl der Verbindungsmöglichkeiten gilt es folgende Aspekte zu beachten.

  •          Speicherort der Daten

Es gilt sich die Frage zu stellen, inwiefern die Daten in der Cloud gespeichert werden dürfen. Während es zum Start der SAC in Deutschland generell noch eine große Zurückhaltung beim Speichern von Daten in irgendeiner Cloud gab, werden nach unserer Erfahrung heute Daten häufig in der Cloud gespeichert. Dies hat sich bisher nicht nur als sicher erwiesen, sondern bietet auch den Vorteil der schnelleren Verfügbarkeit der Daten in einer Story oder einem SAC Dashboard.

  •          Aktualität der Daten

Echtzeit Daten erfordern eine Live-Connection. Ist es hingegen ausreichend aktuelle Daten zu haben, die einmal täglich aktualisiert werden, spricht dies für eine Datenimportverbindung mit einer automatisierten Aktualisierung.

  • Berechtigungsprüfung

Für Anwender können bestimmte Inhalte gesperrt werden. Bei einer Datenimportverbindung muss in der SAC eigenständig ein Berechtigungskonzept umgesetzt werden. Bei Live-Verbindungen greifen die Berechtigungen des Quellsystems.

  • Query-Performance

Bei der Live-Connection werden alle benötigten Daten zur Laufzeit aus dem Quellsystem übertragen. Kommt es hier zu Engpässen, merkt man dies sofort z. B. im SAC Dashboard.

Liegen die Daten aufgrund einer Importverbindung bereits in der SAC erfolgt die Anzeige in aller Regel schneller.

  • Planung mit der SAP Analytics Cloud

Sollen die Planungsmöglichkeiten der SAP Analytics Cloud genutzt und dabei Daten aus einem Quellsystem integrieren werden, muss zwingend mit der Speicherung der Daten in der SAC und einer Datenimportverbindung gearbeitet werden. 

Zwar kann man auch eine bestehende SAP BW-BPC Planung über eine Live-Verbindung in der SAC anzeigen lassen, doch fehlen dann viele der neuen Planungsmöglichkeiten der SAC, wie z. B. Predictive Forecasts. Deshalb empfehlen wir für Planungsanwendungen in der SAC immer mit Datenimportverbindungen zu arbeiten.

Zusammenfassend

Die Verbindungsmöglichkeiten bei der SAC sind sehr übersichtlich. Dem gegenüber steht die Herausforderung, sich zwischen den einzelnen Verbindungstypen zu entscheiden. Mit unserer Auflistung der Vergleichsaspekte, dürfte ihnen die Klarheit gegeben sein, die bestmögliche Verbindungsmöglichkeit für ihren Anwendungsfall zu wählen. 

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