SAP Analytics Cloud Lizenzmodell ☁️ Vollständige Übersicht

Lesedauer 8 mins

Volle Kontrolle, das SAP Analytics Cloud Lizenzmodell erklärt.

In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige zum SAP Analytics Cloud Lizenzmodell (SAC Lizenzmodell).

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick :

  • Was ist das SAP Analytics Cloud Lizenzmodell?

    Das SAP Analytics Cloud Lizenzmodell besteht aus mehreren Ebenen: zum einen aus unterschiedlichen Lizenzarten wie Business Intelligence, Planning Standard und Planning Professional, zum anderen aus Varianten und Optionen wie Public Cloud, Private Cloud oder embedded Szenarien. Der konkrete Funktionsumfang und die passende Ausprägung hängen also nicht nur von der Nutzerrolle, sondern auch vom gewählten Betriebs- und Produktszenario ab.

  • Wer ist die Zielgruppe des SAP Analytics Cloud Lizenzmodell ?

    Die Zielgruppe des SAP Analytics Cloud Lizenzmodells sind Unternehmen jeder Größe, die datenbasierte Entscheidungen treffen möchten, insbesondere Fachabteilungen, IT-Teams und Führungskräfte, die Analyse-, Planungs- und Prognosefunktionen integrieren wollen.

  • Wie relevant ist das SAP Analytics Lizenzmodell?

    Das SAP Analytics Cloud Lizenzmodell ist hochrelevant, da es die Kosten, den Funktionsumfang und die Skalierbarkeit der Plattform an die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens anpasst.

Inhaltsverzeichnis

Lizenzkosten? Ist das Reporting bei SAP nicht inkludiert?

Die SAP Analytics Cloud ist das modernste Frontend der SAP für (nahezu) allen Berichts- und Planungsanforderungen.

Früher hat das Reporting im SAP ERP eher den Charme von Höhlenmalerei versprüht. Das Ausweichen auf das SAP Business Warehouse (BW) mit den damals integrierten Tools wie dem Web Application Designer (WAD) war zwar moderner, ist aus heutiger Sicht aber trotzdem aus der Zeit gefallen.

Mit der SAP Analytics Cloud hat die SAP gegenüber anderen Anbietern nicht nur aufgeholt, sondern sie in vielen Bereichen auch übertroffen. Dafür müssen für die SAP Analytics Cloud – anders als z. B. für den WAD oder den BEx Analyzer – Lizenzgebühren bezahlt werden.

Welche Varianten des SAP Analytics Cloud Lizenzmodells gibt es?

Bevor die eigentlichen Lizenzarten betrachtet werden, sollte zwischen den grundsätzlichen SAC-Varianten unterschieden werden:

  1. SAP Analytics Cloud
    Die Standardvariante für Reporting, Analyse, Planung und Predictive-Szenarien.
  2. SAP Analytics Cloud, embedded edition
    Eine eingebettete Variante für bestimmte Plattform- und Integrationsszenarien.
  3. SAP Analytics Cloud, embedded in anderen SAP-Produkten
    Etwa in SAP S/4HANA Cloud oder SAP Cloud for Customer (C4C). In diesen Fällen sind Berichts- und Analysefunktionen teilweise bereits über die Hauptlösung abgedeckt, während weitergehende Funktionen wie Planung oder Predictive zusätzliche Lizenzierungen erfordern können.

Wichtig: Diese Varianten sind nicht identisch mit den eigentlichen User-Lizenzen. Sie beschreiben zuerst das Produktszenario, auf dessen Basis anschließend die passende Lizenzart gewählt wird. Dieser Beitrag konzentriert sich im Wesentlichen auf die erste Variante. 

Falls Sie sich für die Lizenzkosten der SAP Analytics Cloud embedded edition for SCP interessieren, finden Sie die Preise, die pro Stunde Nutzung berechnet werden, im SAP Discovery Center.

Im dritten Fall, der in anderen Produkten integrierten SAP Analytics Cloud, sind die Kosten für die normale Berichterstattung in aller Regel durch die Lizenzkosten von S/4HANA Cloud oder C4C bereits abgedeckt. Lediglich die Nutzung der Predictive- oder Planungsmöglichkeiten führt zu zusätzlichen Lizenzkosten.

Public Cloud oder Private Cloud: Welche Betriebsoption gibt es?

Zusätzlich zu den SAC-Varianten spielt auch das Betriebsmodell eine Rolle. Public Cloud und Private Cloud sind keine Lizenztypen, sondern Bereitstellungsvarianten. Sie beantworten also nicht die Frage, welche Funktionen ein Nutzer verwenden darf, sondern in welchem Betriebsmodell SAC bereitgestellt wird. Unternehmen entscheiden sich zwischen:

  • Public Cloud: Die Standardoption für die meisten Unternehmen.
  • Private Cloud: Eine Option für Unternehmen mit besonders hohen Anforderungen an Performance, dedizierte Ressourcen oder Compliance.
Unterschied Public Cloud zu Private Cloud
Unterschied Public Cloud zu Private Cloud: Volle Leistung in der Private Cloud

Die meisten Unternehmen wählen die Public Cloud, da die Funktionalitäten in beiden Fällen gleich sind und sich die Updatezyklen nicht unterscheiden. Die private Cloud ist jedoch teurer.

Folgende Einsatzszenarien deuten trotzdem darauf hin, dass für Sie eine private Cloud relevant sein könnte:

  • Sehr komplexe Planungsszenarien oder anderweitig sehr hohe Leistungsanforderungen: Private Cloud-Setups erlauben dedizierten RAM, Speicher und Bandbreite pro Monat.
  • Die Compliance Ihres Unternehmens erlaubt keine Unternehmensdaten in einer öffentlichen Cloud, sind aber flexibel genug, um die Einrichtung einer privaten Cloud zu genehmigen.
  • Sie möchten vermeiden, dass ein distributed denial of service Angriff auf einen anderen SAP Analytics Cloud Kunden Ihre SAP Analytics Cloud Performance beeinträchtigt

Welche Lizenzarten gibt es in SAP Analytics Cloud?

Innerhalb der SAP Analytics Cloud gibt es drei Lizenztypen, die die Funktionalitäten beeinflussen:

SAP Analytics Cloud Lizenzmodell
SAP Analytics Cloud Lizenzmodell: Lizenztypen
1. Business Intelligence

Die Business-Intelligence-Lizenz eignet sich für Unternehmen und Nutzer, die SAC primär für Reporting, Dashboards, Analysen, Predictive-Funktionen und die Erstellung von Berichtsmodellen verwenden möchten. Sie deckt die Funktionen der SAP Analytics Cloud ab, mit Ausnahme der Planungsfunktionen.

Geeignet für: Reporting-Anwender, BI-Teams, Dashboard-Entwickler, Analysten und Administratoren ohne Planungsfokus.

2. Planning Standard

Die Planning-Standard-Lizenz ist für Anwender gedacht, die mit Planungsinhalten arbeiten, aber keine vollständige Modellierungs- oder Administrationsverantwortung übernehmen. Im Vergleich zur Professional-Lizenz ist sie eingeschränkt, da damit unter anderem keine Administration, keine Erstellung von Planungsdatenmodellen und keine BPC-Anbindung möglich ist.

Geeignet für: Fachanwender, die Planwerte erfassen, anpassen oder kommentieren sollen.

3. Planning Professional

Die Planning-Professional-Lizenz enthält alle Funktionen der BI-Lizenz und erweitert diese um umfangreiche Planungsfunktionen. Dazu zählen die Erstellung und Pflege von Planungsdatenmodellen, Planversionen, Planungslogiken und die Anbindung an SAP BPC.

Geeignet für: Planungsentwickler, Key User, IT-nahe Fachbereiche und Verantwortliche für komplexe Planungsanwendungen.

Vereinfacht kann man also sagen, dass die Reporting Lizenz für klassisches Business Intelligence und Predictive Anwender und Entwickler ausreicht. Die Standard-Planungslizenz ist für Anwender, die Plandaten erfassen sollen und die Professional-Planungslizenz für Entwickler, die Planungsapplikationen erstellen. Deshalb ist es für die Standard-Planungslizenz erforderlich, dass mindestens eine Professional-Planungslizenz vorhanden ist. Vereinfachte Einordnung:

  • Business Intelligence = Reporting und Analyse
  • Planning Standard = Planung nutzen
  • Planning Professional = Planung entwickeln und administrieren
 

Welche Optionen und Zusatzbausteine gibt es?

Ergänzend zu den oben genannten Lizenzen gibt es das AddOn SAP Digital Boardroom“, mit dem Dashboards gebaut werden können, die auf drei große, nebeneinander positionierte Touchscreens optimiert sind. Da nahezu alle Funktionen der SAP Analytics Cloud auch ohne dieses AddOn genutzt werden können, wird diese Lizenz meist nur gebucht, wenn die Geschäftsführung oder Vorstände die SAP Analytics Cloud in Ihren Meetings direkt auf großen Touchscreens verwenden wollen.

Nicht jede funktionale Erweiterung ist automatisch eine eigene Grundlizenz. Manche Bestandteile sind Add-ons, die ergänzend zur gewählten Lizenzart gebucht werden.

SAP Analytics Cloud Lizenzmodell - AddOn Digital Boardroom
SAP Analytics Cloud Lizenzmodell: AddOn Digital Boardroom

Während das AddOn pro Installation und Monat berechnet wird, erfolgt bei den sonstigen Lizenzen die Abrechnung pro Nutzer und Monat. Ein SAP Analytics Cloud Lizenzmodell in der Art „Concurrent User“, d. h. dass eine Lizenz einer gleichzeitigen Anmeldung entspricht, egal von welchem User gibt es für die SAP Analytics Cloud nicht mehr.

Was kostet die SAP Analytics Cloud?

Wie bei großen Softwareherstellern üblich, ist die Preisliste der SAP weder öffentlich einsehbar noch dürfen wir die uns bekannten Preise nennen. Damit Sie trotzdem schon vor einem Kontakt mit uns einen Anhaltspunkt bekommen, verweisen wir deshalb auf den von SAP selbst veröffentlichten Preis der Reporting-Lizenz: Dieser beträgt aktuell 30€ pro Monat und Anwender, wobei mindestens 5 Anwenderlizenzen für 12 Monate erworben werden müssen.

Wenn Sie Mitglied in der Deutschsprachigen SAP Anwendergruppe (DSAG) sind können Sie über den Arbeitskreis Lizenzen Zugriff auf die SAP Listenpreise in Form einer Excel-Datei erhalten.

Wenn Sie bereits einen direkten Kontakt zur SAP haben, dann lohnt sich der Erwerb über Ihren Ansprechpartner: Die Preise sind geringer, insbesondere, wenn Sie aufgrund Ihres gesamten Einkaufsvolumens bei SAP bereits Rabatte bekommen.

Wie sie kostenlos mit der SAP Analytics Cloud starten

Möchten Sie hingegen die SAP Analytics Cloud erst einmal kennenlernen, sprechen Sie uns gerne direkt an. Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, können Sie bei der SAP online eine 30-tägige Testversion der SAC kostenlos buchen und diese auf 60, nach Rücksprache mit SAP sogar auf bis zu 90 Tage kostenlos verlängern lassen.

Zusammenfassend

Das SAP Analytics Cloud Lizenzmodell besteht im Wesentlichen aus den Typen Business Intelligence (Reporting), Planung Standard und Planung Professional. Wollen Sie nur die Berichtsfunktionen nutzen, können Sie mit maximal 30 € pro Monat und Anwender rechnen. Die Planungslizenzen sind relevant teurer. Für Details müssen wir Sie aus rechtlichen Gründen bitten uns oder die SAP anzusprechen. Bis dahin können Sie die SAP Analytics Cloud bis zu 90 Tage kostenlos testen.

Weitergehende Informationen:
  • Mehr Informationen über die neue Deaktivierungsfunktion in der Lizenzverwaltung ab Q2-2023 erfahren Sie in unserem Beitrag „Deaktivierung von SAC Lizenzen
Welche SAC-Lizenz passt zu welchem Anwendungsfall?
Zur schnellen Orientierung lässt sich das Lizenzmodell so zusammenfassen: Nur Reporting, Dashboards und Analyse → Business Intelligence. Planung im Fachbereich nutzen → Planning Standard. Planung modellieren, erweitern und administrieren → Planning Professional. Standard-Betriebsmodell für die meisten Unternehmen → Public Cloud. Besondere Anforderungen an Compliance oder dedizierte Leistung → Private Cloud prüfen. SAC als Teil einer anderen SAP-Lösung → embedded Variante berücksichtigen. Diese Zuordnung deckt sich mit den im titecon-Beitrag beschriebenen Lizenzrollen sowie mit der offiziellen Unterscheidung der Planungs-Lizenztypen durch SAP.
Was ist der Unterschied zwischen Business Intelligence, Planning Standard und Planning Professional?
Die Lizenzart definiert, welche Funktionen einem Nutzer tatsächlich zur Verfügung stehen. Business Intelligence ist für Reporting, Dashboards, Analysen und BI-nahe Anwendungsfälle gedacht. Für Planung nennt SAP zwei Lizenztypen: Planning Standard und Planning Professional. Die Professional-Variante ist für erweiterte Planungsaufgaben vorgesehen und geht funktional über die Standard-Nutzung hinaus.
Wann reicht eine Business-Intelligence-Lizenz aus?
Eine Business-Intelligence-Lizenz reicht aus, wenn Nutzer SAC primär für Reporting, Dashboards, Analysen und verwandte BI-Szenarien einsetzen möchten, also ohne aktiven Planungsfokus. Das ist typischerweise passend für Fachanwender, Analysten, Dashboard-Nutzer oder BI-Teams, die keine Planungsfunktionen benötigen.
Wann ist Planning Standard sinnvoll?
Planning Standard ist sinnvoll, wenn Fachbereiche Planungsfunktionen aktiv nutzen sollen, ohne die Planungsumgebung tiefgreifend zu modellieren oder administrativ zu erweitern. SAP führt Planning Standard ausdrücklich als einen der beiden Lizenztypen für Planungswerkzeuge.
Wann sollte Planning Professional gewählt werden?
Planning Professional ist die passendere Wahl, wenn Planungsanwendungen nicht nur genutzt, sondern auch modelliert, erweitert und administriert werden sollen. Die Lizenz eignet sich damit eher für Key User, Entwickler, Modellierer oder administrativ verantwortliche Rollen im Planungsumfeld. Die Einordnung folgt aus der offiziellen SAP-Abgrenzung der beiden Planning-Lizenztypen und der von dir gewünschten Anwendungsfall-Logik.
Was bedeutet SAP Analytics Cloud embedded im Lizenzkontext?
Die embedded Variante ist ein anderes Produktszenario als die klassische Standalone-Nutzung. SAP führt dafür eigene Dokumentation und eigene Angebots- bzw. Service-Seiten. Embedded sollte deshalb nicht mit einer normalen User-Lizenz oder mit dem Deployment verwechselt werden.
Welche SAC-Lizenz ist für reines Reporting am sinnvollsten?
Für reines Reporting, Dashboards und Analyse ohne Planungsbedarf ist in der Regel die Business-Intelligence-Lizenz die passende Wahl. Das ist einer der häufigsten Anwendungsfälle und zugleich die einfachste Zuordnung im Lizenzmodell.
Welche SAC-Lizenz braucht man für Planung?
Sobald Planung aktiv genutzt werden soll, reicht Business Intelligence nicht aus. Dann kommen Planning Standard oder Planning Professional infrage. Welche der beiden Varianten passt, hängt davon ab, ob Nutzer primär planen oder zusätzlich Planungsmodelle und Funktionen erweitern und administrieren sollen.
Kann man SAC auch als Teil anderer SAP-Angebote beziehen?
Ja. SAP führt SAC heute sowohl im Kontext von embedded edition als auch in aktuellen Angebotsseiten im Umfeld von SAP Business Data Cloud. Das zeigt, dass SAC lizenz- und vertriebsseitig je nach Produktszenario unterschiedlich eingebettet sein kann.
 
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Denis Titho

Author

Denis Titho ist SAP Analytics Cloud Experte. Über 20 Jahre an Erfahrungswerten bei Unternehmensberatungen und IT-Unternehmen, lassen ihn die Möglichkeiten von souveränen, datenbasierten Entscheidungen bestens wissen. Er ist überzeugt, dass Erkenntnisse aus den eigenen Unternehmenszahlen gepaart mit datenbasierten Entscheidungen die Zukunft eines Unternehmens erfolgreich gestalten lässt.

Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2026

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