SAP Analytics Cloud Designer ☁️ Professionell Dashboards erstellen

Lesedauer 4 mins

Wie und wann Sie den SAP Analytics Cloud Designer ideal einsetzen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was der SAP Analytics Cloud Designer ist und wofür er verwendet wird. Es wird ihnen die Funktionalität und Anwendung vorgestellt. Abschließend erfahren Sie, welche Neuigkeiten es zur Zusammenführung vom SAP Analytics Cloud Designer und der klassischen Story gibt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der SAP Analytics Cloud Designer und wofür wird es verwendet?

Mit dem SAP Analytics Cloud Designer können klassische Berichte, Dashboards und ganze Applikationen
auf Basis der SAP Analytics Cloud erstellt werden. Der SAP Analytics Cloud Designer kann dabei Applikationen für Planung als auch für reines Reporting erstellen.
Innerhalb der SAP Analytics Cloud gibt es eine Funktionsüberlappung zu den Stories, die ebenfalls zur Visualisierung von Daten genutzt werden. Der Unterschied zwischen dem SAP Analytics Cloud Designer (Flexibilität, komplexe Visualisierungen, IT-Mitarbeiter notwendig) und den SAP Analytics Cloud Stories (einfach, eingeschränkt, jeder Mitarbeiter) ist die Gestaltungsfreiheit bei der Visualisierung und der Arbeitsaufwand bei der Erstellung der Visualisierung. Der SAP Analytics Cloud Designer ist durch die Möglichkeit von eigenem Scripting hier flexibler und kann somit komplexen Anforderungen gezielter gerecht werden. Anderseits ist mehr Aufwand bei der Visualisierung erforderlich, denn die
SAP Analytics Cloud Stories benötigen keine Programmierkenntnisse und basieren auf reinem Drag & Drop von
vordefinierten Elementen, wie Diagrammen und Tabellen. Einen ausführlichen Vergleich zwischen dem SAP Analytics Cloud Designer und den SAP Analytics Cloud Stories finden sie hier.

Die Funktionalität & Anwendung des SAP Analytics Cloud Designer

Das Entwicklungsinterface des SAP Analytic Cloud Designers unterteilt sich in drei Bereiche:

  1. Menüleiste: Einstellungen & Speichern, Auswahl der Komponenten (Widgets)
    für die Applikation, Daten und Darstellung (Themes / CSS)
  2.  Grafikbereich („Canvas“): Darstellung der per Drag & Drop eingefügten visuellen Komponenten – ähnlich wie bei einer Story
  3. Side Panel: Auflistung der Layout- & Scripting-Komponenten

Wenn man den SAP Analytics Cloud Designer mit klassischen Stories vergleicht, dann fällt einem auf, dass es im SAP Analytics Cloud Designer neben Tabellen und Diagrammen viel mehr Widgets als in einer Story gibt. Als Beispiel sei hier der „Switch“,ein Schalter genannt. In einer Story gibt es diesen nicht, weil damit keine eindeutige Funktionalität verbunden ist. In einer Analytic Application lässt sich der Switch per Drag & Drop an die benötigte Stelle ziehen. Die Funktionalität des Switches ist dann anschließend per Scripting zu programmieren. Hier sind dem Entwickler (fast) keine Grenzen gesetzt. Übrigens können neben den von der SAP vorgefertigten Widgets auch eigene erstellt und in verschiedenen Applikationen wiederverwendet werden.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als bieten die Analytic Applications den gleichen Umfang wie ein Story ergänzt um zusätzliche Widgets und Scripting. Auf den zweiten Blick stellt sich dies anders dar. In einer Story kann man problemlos mehrere Reiter per Click erstellen und diese leicht per Drag & Drop mit Widgets befüllen. In einer Analytic Application liegen alle Elemente auf einem Reiter. Möchte man hier mehrere Reiter erstellen, lässt sich dies per Programmierung oder Elementen wie „Tab Strip“ erreichen. Trotzdem benötigt man als Entwickler hierfür mehr Zeit als bei einer Story.

Dafür hat man dann jedoch die Möglichkeit, dass eine eigene Logik durchlaufen wird, sobald ein Anwender auf einen neuen Reiter klickt. Anders ausgedrückt: Die Vorteile und Möglichkeiten der Analytic Application werden mit Mehraufwand bei der Entwicklung gewonnen.

Neuigkeiten zur Zusammenführung von Story und Applikation in Q3 2023

SAP verschmilzt im August 2023 mit dem SAP Analytics Cloud Release 2023.3 die Stories und die Analytic Application (sowie Boardroom Presentations) in die neu benannte Story 2.0. Eine Unterteilung besteht nun weiterhin durch die drei Modis: Design, Develope und Present.

Der große Vorteil ist der fließende Übergang zwischen den Modi, sodass sich nicht im Vorfeld für eine Variante entschieden werden muss.

In der Praxis kann nun ein Key User den Modus „Design“ verwenden und ohne Programmierkenntnisse ein Prototyp erstellen. Wenn dieser Prototyp nicht alle Anforderungen erfüllt, kann ein Entwickler den Prototyp durch seine „Develop“ Berechtigungen um komplexe Änderungen inkl. Scripting ergänzen. Mit dieser Neuheit ist es nicht mehr notwendig, sich für die Stories oder die Analytic Application zu entscheiden.

Zusammenfassend

Mit dem SAP Analytics Cloud Designer können Analytic Applications erstellt werden, die komplexen Anforderungen gerecht werden und mit einem IT-Mitarbeiter umgesetzt werden können.

Bei Visualisierungsaufgaben innerhalb der SAP Analytics Cloud wird zukünftig die Story 2.0 eine relevante Rolle einnehmen. Die Trennung von der Analytic Application und den Stories wird eliminiert und damit der Visualisierungsprozess benutzerfreundlicher. Wir sind gespannt auf die Integration der Story 2.0 und wie sie sich im Unternehmensalltag bewährt. Wir werden bei der Veröffentlichung der Story 2.0 über die ersten Erfahrungen berichten und sind überzeugt, dass SAP mit der Änderung eine weitere wichtige Verbesserung gelingt.

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Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2024