SAP Analytics Cloud Designer ☁️ Professionell Dashboards erstellen

Lesedauer 7 mins

Interaktive Dashboards für echte Entscheidungen die voranbringen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was der SAP Analytics Cloud Designer ist und wofür er verwendet wird. Es wird ihnen die Funktionalität und Anwendung vorgestellt. Abschließend erfahren Sie, welche Neuigkeiten es zur Zusammenführung vom SAP Analytics Cloud Designer und der klassischen Story gibt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick :

  • Was ist SAP Analytics Cloud Designer?

    Der SAP Analytics Cloud Designer ist ein Tool zur Erstellung individuell anpassbarer, interaktiver analytischer Anwendungen und Dashboards, die komplexe Szenarien und spezifische Geschäftsanforderungen unterstützen.

  • Wer ist die Zielgruppe des SAP Analytics Cloud Designer?

    Die Zielgruppe des SAP Analytics Cloud Designers sind fortgeschrittene Anwender, Entwickler und IT-Teams, die individuelle, interaktive Dashboards und Applikationen erstellen möchten, um komplexe Analyse- und Planungsanforderungen zu erfüllen.

  • Wie relevant ist der SAP Analytics Cloud Designer?

    Der SAP Analytics Cloud Designer ist hochrelevant, da er es ermöglicht, maßgeschneiderte analytische Anwendungen und Dashboards mit erweiterten Funktionen und hoher Flexibilität zu erstellen, die spezifische Geschäftsanforderungen erfüllen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der SAP Analytics Cloud Designer und wofür wird es verwendet?

Mit dem SAP Analytics Cloud Designer lassen sich klassische Berichte, Dashboards und ganze Analyseanwendungen auf Basis der SAP Analytics Cloud erstellen. Als flexible Entwicklungsumgebung unterstützt er sowohl Applikationen für die Planung als auch Lösungen für reines Reporting.

Innerhalb der SAP Analytics Cloud gibt es eine Funktionsüberlappung zu den Stories, die ebenfalls zur Visualisierung von Daten genutzt werden. Der Unterschied zwischen dem SAP Analytics Cloud Designer (Flexibilität, komplexe Visualisierungen, IT-Mitarbeiter notwendig) und den SAP Analytics Cloud Stories (einfach, eingeschränkt, jeder Mitarbeiter) ist die Gestaltungsfreiheit bei der Visualisierung und der Arbeitsaufwand bei der Erstellung der Visualisierung. Der SAP Analytics Cloud Designer ist durch die Möglichkeit von eigenem Scripting hier flexibler und kann somit komplexen Anforderungen gezielter gerecht werden. Anderseits ist mehr Aufwand bei der Visualisierung erforderlich, denn die
SAP Analytics Cloud Stories benötigen keine Programmierkenntnisse und basieren auf reinem Drag & Drop von
vordefinierten Elementen, wie Diagrammen und Tabellen. Einen ausführlichen Vergleich zwischen dem SAP Analytics Cloud Designer und den SAP Analytics Cloud Stories finden sie hier.

Die Funktionalität & Anwendung des SAP Analytics Cloud Designer

Das Entwicklungsinterface des SAP Analytic Cloud Designers unterteilt sich in drei Bereiche:

  1. Menüleiste: Einstellungen & Speichern, Auswahl der Komponenten (Widgets)
    für die Applikation, Daten und Darstellung (Themes / CSS)
  2.  Grafikbereich („Canvas“): Darstellung der per Drag & Drop eingefügten visuellen Komponenten – ähnlich wie bei einer Story
  3. Side Panel: Auflistung der Layout- & Scripting-Komponenten

Wenn man den SAP Analytics Cloud Designer mit klassischen Stories vergleicht, dann fällt einem auf, dass es im SAP Analytics Cloud Designer neben Tabellen und Diagrammen viel mehr Widgets als in einer Story gibt. Als Beispiel sei hier der „Switch“,ein Schalter genannt. In einer Story gibt es diesen nicht, weil damit keine eindeutige Funktionalität verbunden ist. In einer Analytic Application lässt sich der Switch per Drag & Drop an die benötigte Stelle ziehen. Die Funktionalität des Switches ist dann anschließend per Scripting zu programmieren. Hier sind dem Entwickler (fast) keine Grenzen gesetzt. Übrigens können neben den von der SAP vorgefertigten Widgets auch eigene erstellt und in verschiedenen Applikationen wiederverwendet werden.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als bieten die Analytic Applications den gleichen Umfang wie ein Story ergänzt um zusätzliche Widgets und Scripting. Auf den zweiten Blick stellt sich dies anders dar. In einer Story kann man problemlos mehrere Reiter per Click erstellen und diese leicht per Drag & Drop mit Widgets befüllen. In einer Analytic Application liegen alle Elemente auf einem Reiter. Möchte man hier mehrere Reiter erstellen, lässt sich dies per Programmierung oder Elementen wie „Tab Strip“ erreichen. Trotzdem benötigt man als Entwickler hierfür mehr Zeit als bei einer Story.

Dafür hat man dann jedoch die Möglichkeit, dass eine eigene Logik durchlaufen wird, sobald ein Anwender auf einen neuen Reiter klickt. Anders ausgedrückt: Die Vorteile und Möglichkeiten der Analytic Application werden mit Mehraufwand bei der Entwicklung gewonnen.

Story vs. Analytic Application: Strategische Einordnung für den passenden Einsatz

Bei der Konzeption von Dashboards und analytischen Anwendungen in der SAP Analytics Cloud stellt sich häufig die Frage, ob eine klassische Story ausreicht oder ob der Einsatz einer Analytic Application im SAP Analytics Cloud Designer sinnvoller ist. Beide Ansätze unterstützen die datenbasierte Analyse und Visualisierung. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich im Hinblick auf Zielgruppe, Flexibilität, Entwicklungsaufwand und Governance.

Eine Story ist in der Regel die geeignete Wahl, wenn Fachbereiche eigenständig Berichte, Dashboards oder Planungsansichten erstellen und pflegen möchten. Der Schwerpunkt liegt auf Self-Service BI, also der eigenständigen Nutzung analytischer Funktionen durch Business User. Inhalte lassen sich über standardisierte Funktionen, Drag-and-Drop-Elemente, Filter, Diagramme und Tabellen vergleichsweise schnell aufbauen. Dadurch eignet sich die Story besonders für Management-Reporting, operative Auswertungen und wiederkehrende Analyseanforderungen.

Die Analytic Application richtet sich dagegen stärker an Power User, Entwickler und IT-nahe Fachverantwortliche. Sie bietet mehr Freiheitsgrade bei der Gestaltung von Oberfläche, Interaktion und Anwendungslogik. Über Scripting lassen sich individuelle Abläufe definieren, etwa dynamische Filterlogiken, geführte Analyseprozesse, Buttons, Pop-ups oder spezifische Planungsworkflows. Damit eignet sich der SAP Analytics Cloud Designer vor allem für Szenarien, in denen Standardfunktionen nicht ausreichen oder analytische Anwendungen stärker in Geschäftsprozesse eingebettet werden sollen.

Der geschäftliche Mehrwert liegt somit in der passgenauen Auswahl des Werkzeugs. Eine Story ermöglicht eine schnelle Umsetzung, reduziert den Entwicklungsaufwand und stärkt die Eigenständigkeit der Fachbereiche. Eine Analytic Application bietet dagegen mehr Kontrolle, Individualisierung und Prozessnähe. Sie ist besonders dann relevant, wenn Nutzer gezielt durch komplexe Analyse- oder Planungsschritte geführt werden sollen.

KriterienStoryAnalytic Application Designer
ZielgruppeBusiness UserEntwickler
KomplexitätEinfachHoch
InteraktionStandardFrei programmierbare Events
LayoutGeführtFrei gestaltbar Pixel genau
BenutzerführungEher GeringHöherer Aufwand
ImplementationszeitKurzLang
FunktionenStandardMehr Möglichkeiten
Benötigtes KnowhowWenigerMehr
ErstellungSchnellLangsam
WartungDurch Fachabteilung möglichDurch Experten
SeitenformatAutomatisiertSizing beachtet werden
ScriptingNur kombiniert mt Data ActionsBei jeder Funktion
KollaborationJaJa

Neuigkeiten zur Zusammenführung von Story und Applikation in Q3 2023

SAP verschmilzt im August 2023 mit dem SAP Analytics Cloud Release 2023.3 die Stories und die Analytic Application (sowie Boardroom Presentations) in die neu benannte Story 2.0. Eine Unterteilung besteht nun weiterhin durch die drei Modis: Design, Develope und Present.

Der große Vorteil ist der fließende Übergang zwischen den Modi, sodass sich nicht im Vorfeld für eine Variante entschieden werden muss.

In der Praxis kann nun ein Key User den Modus „Design“ verwenden und ohne Programmierkenntnisse ein Prototyp erstellen. Wenn dieser Prototyp nicht alle Anforderungen erfüllt, kann ein Entwickler den Prototyp durch seine „Develop“ Berechtigungen um komplexe Änderungen inkl. Scripting ergänzen. Mit dieser Neuheit ist es nicht mehr notwendig, sich für die Stories oder die Analytic Application zu entscheiden.

Zusammenfassend

Mit dem SAP Analytics Cloud Designer können Analytic Applications erstellt werden, die komplexen Anforderungen gerecht werden und mit einem IT-Mitarbeiter umgesetzt werden können.

Bei Visualisierungsaufgaben innerhalb der SAP Analytics Cloud wird zukünftig die Story 2.0 eine relevante Rolle einnehmen. Die Trennung von der Analytic Application und den Stories wird eliminiert und damit der Visualisierungsprozess benutzerfreundlicher. Wir sind gespannt auf die Integration der Story 2.0 und wie sie sich im Unternehmensalltag bewährt. Wir werden bei der Veröffentlichung der Story 2.0 über die ersten Erfahrungen berichten und sind überzeugt, dass SAP mit der Änderung eine weitere wichtige Verbesserung gelingt. Weiteres zur Anwendung des SAP Analytics Cloud Designers finden Sie im unten eingeblendeten Video, sowie im Linkverzeichnis von SAP und den von SAP angebotenen Kursen.

Was sind die Kernfunktionen des SAP Analytics Cloud Designers?
Die Kernfunktionen des SAP Analytics Cloud Designers umfassen Custom Scripting, erweiterte Widgets, API-Integration und Custom Widgets. Damit lassen sich individuelle Logiken, flexible Visualisierungen, externe Anbindungen und maßgeschneiderte Komponenten für komplexe Analyseanwendungen umsetzen.
Benötigt man für den SAP Analytics Cloud Designer Programmierkenntnisse?
Für einfache Anwendungen reicht ein Grundverständnis der Oberfläche, für den echten Mehrwert des Designers sind jedoch Scripting-Kenntnisse hilfreich bis notwendig. SAP beschreibt den Analytics Designer ausdrücklich als Umgebung für interaktive, stark angepasste Anwendungen, bei denen Logik über Skripte und Events umgesetzt wird.
Was ist mit Custom Scripting im SAP Analytics Cloud Designer möglich?
Mit Custom Scripting lassen sich eigene Interaktionen, Filterlogiken, Navigationen, Zustandswechsel und nutzerspezifische Abläufe umsetzen. Dadurch eignet sich der Designer besonders für Anwendungen, die über klassische Standard-Dashboards hinausgehen und gezielte Prozesslogik oder individuelle User Flows benötigen.
Welche Vorteile bieten erweiterte Widgets im SAP Analytics Cloud Designer?
Der Designer stellt neben Standardelementen zusätzliche und flexibler einsetzbare Widgets bereit, die komplexere Oberflächen und Interaktionen ermöglichen. Im Unterschied zu klassischen Story-Szenarien lassen sich damit Bedienlogiken, Steuerelemente und individuelle Layouts deutlich gezielter umsetzen.
Was sind Custom Widgets in der SAP Analytics Cloud?
Custom Widgets erweitern die Standard-Widget-Palette um selbst entwickelte Komponenten. SAP beschreibt sie als Möglichkeit, fehlende UI-Elemente, spezielle Visualisierungen oder zusätzliche Funktionen in Analytic Applications und optimierten Stories einzubinden.
Wann lohnen sich Custom Widgets besonders?
Custom Widgets lohnen sich vor allem dann, wenn Standarddiagramme oder Standardbedienelemente nicht ausreichen, etwa für spezielle Visualisierungen, individuelle Eingabemasken oder branchenspezifische Interaktionen. Sie sind besonders sinnvoll, wenn Unternehmen wiederverwendbare Bausteine für mehrere Anwendungen aufbauen wollen.
Ist eine API-Integration mit dem SAP Analytics Cloud Designer möglich?
Ja. Der SAP Analytics Cloud Kontext bietet verschiedene APIs und Integrationsmöglichkeiten. Im Designer selbst erfolgt Interaktion typischerweise über die Scripting-API, zusätzlich unterstützt SAP externe Einbindungsszenarien, etwa über die SAC Widget API oder über Integrationen mit anderen Prozessen und Anwendungen.
Kann der SAP Analytics Cloud Designer externe Systeme einbinden?
Ja, in vielen Fällen indirekt oder ergänzend über APIs, Skripting und Custom Widgets. Gerade wenn Daten, Workflows oder Benutzerinteraktionen über SAC hinausreichen, ist der Designer deutlich flexibler als rein standardisierte Visualisierungsansätze.



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Zuletzt aktualisiert am 27. April 2026

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